Hanf als Baustoff

Bestandteile der Hanfpflanze - Hanfingenieur
Bestandteile der Hanfpflanze © Henrik Pauly

Um aus Nutzhanf einen wertvollen Baustoff zu gewinnen, wird der Hanf nach der Ernte einige Tage auf dem Feld liegen gelassen und dadurch „geröstet“. Bei diesem Prozess zersetzt sich durch Bakterien und Schimmelpilze der natürliche Klebstoff Pektin, wodurch die Fasern von dem holzigen Teil der Pflanze besser getrennt werden können. 

 

Nach erfolgter Feldröste wird das Hanfstroh in einer Hanf-Fabrik durch mechanisches Brechen bearbeitet und die Fasern von den Schäben getrennt (siehe Foto). Diese Schäben stellen den Grundstoff für die Herstellung von Hanfkalk dar und werden zudem auch in vielen weiteren Einsatzgebieten genutzt.

 

Vorteile von Hanf als Rohstoff

 

Durch ihr schnelles Wachstum baut die Hanfpflanze innerhalb kurzer Zeit viel Biomasse auf - weitaus mehr, als manch andere Nutzpflanzen im Vergleich. Dies hat zur Folge, dass Hanf innerhalb kurzer Zeit eine hohe Menge an CO2 aus der Atmosphäre bindet

 

Ein weiterer Vorteil der schnell wachsenden Pflanze ist, dass die Erträge im Vergleich zu anderen Feldfrüchten massenmäßig höher liegen. Je nach Sorte und Anbaubedingungen können sogar mehrere Rohstoffe gleichzeitig geerntet werden, etwa Hanfschäben und Hanfsamen. Die regionale Verfügbarkeit von Hanf in Deutschland wächst mit den jährlich steigenden Zahlen an Hanfäckern seit einigen Jahren konstant an und betrug im Jahr 2020 bereits 5.362 Hektar, so viel wie seit mehr als 70 Jahren nicht mehr!

 

Bautechnische Eigenschaften von Hanf

 

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